Das Objekt des Monats
Leuchtreklame, 1980er Jahre

Leuchtreklame, 1980er Jahre

Der 120 Zentimeter hohe, rote Stern stammt aus dem Schriftzug des Kinos Sojus – er war das Tüpfelchen auf dem „j“. Zwischen 1976 und 1987 wurden in der DDR zehntausende Plattenbau-Wohnungen realisiert. Das Kino öffnete 1981 im Neubaugebiet Berlin-Marzahn seine Türen.

Der Name bezog sich, passend zur nahe gelegenen Allee der Kosmonauten, auf die russische Sojus-Rakete. 1978 wurde die Allee der Kosmonauten in Anwesenheit Sigmund Jähns, des ersten Deutschen im All, und des sowjetischen Kosmonauten Waleri Bykowski getauft. Die beiden Kosmonauten flogen in jenem Jahr mit dem Raumschiff Sojus 31 zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. mehr...







Nachrichten aus dem Förderverein 2018




Der Arbeitskreis Luft- und Raumfahrt ist mit einem Infostand auf der ILA vertreten

Vom 25.04. bis 29.04.2018

Wir haben einen Stand auf der ILA 2018, Halle 03, Stand 220, täglich von 10 bis 18 Uhr.
Besuchen Sie uns!



ILA 2018 Lageplan
ILA 2018 Lageplan





Geschäftstelle Original

Keine Sprechzeiten des Vorstands am 29.03.2018

Wichtiger Hinweis: Die Geschäftsstelle ist am 29.03.2018 nicht besetzt!






Gründungsdirektor Prof. Günther Gottmann gestorben

Am 04. Februar 2018 ist unser Ehrenmitglied und der Gründungsdirektor des Deutschen Technikmuseums, Prof. Günther Gottmann, im 86. Lebensjahr gestorben.

1980 berief der Berliner Senat Günther Gottmann zum Direktor eines noch zu gründenden Museums für Verkehr und Technik. Bereits 1980 hatte das Abgeordnetenhaus sein Museumskonzept beschlossen, das mit seinem Grundgedanken, der Beziehung zwischen Mensch und – häufig ambivalenter – Technik, innovativ war und in Museumskreisen Furore machte. Gottmann konnte auf der fast zwanzigjährigen Arbeit des Museumsvereins aufbauen, der schon über eine beachtliche Sammlung und eine umfangreiche Bibliothek verfügte. Mit der Museumsgründung 1982 wurde der Verein zum Förderverein. Mit den vielfältigen im Verein gebündelten Kompetenzen, Mitwirkung bei Museumsaktivitäten sowie beachtlichen Geldsummen aus Beiträgen und Spenden für besondere Projekte konnte der Verein schon in der Frühzeit das im Aufbau befindliche Museum wirksam unterstützen. Dazu gehören die bis heute andauernde Arbeit an der Modellbahnanlage Anhalter Bahnhof, die personelle Organisation für die Sonntage der Offenen Tür in der Monumentenhalle, Finanzierungen von Objekten wie der Marconi-Anlage, von Spectrum-Objekten und vielfache, vielfältige Ausstellungsförderungen wie zum Beispiel die Filmdokumentation in der Ausstellung „Manufakturelle Schmuckproduktion“. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten zwischen Gottmann und dem Verein hat sich mit der Zeit ein von gegenseitigem Respekt getragenes Vertrauensverhältnis entwickelt, das immer stärker auch auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausstrahlte und bis heute als beispielhaft gelten kann.
Alle Mitglieder, die Prof. Gottmann noch kannten, werden sich gern an den „humanistischen Technokraten“ erinnern, der mit seinem berühmt gewordenen Ausspruch „Das Technikmuseum ist der Goldzahn im Gebiss der Stadt“ und einer kleinen Dokumentation in einem Modul der Dauerausstellung „Mensch in Fahrt“ für die Besucherinnen und Besucher noch immer präsent ist.
Der Vorstand, der erweiterte Vorstand und alle Mitglieder des Vereins trauern mit der Familie und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin um eine große Persönlichkeit. Mit Prof. Günther Gottmann haben wir einen Menschen verloren, der sich mit aller Kraft und Unerschrockenheit, mit Mut sowie mit vielfach unkonventionellen Ideen und Methoden für „sein“, für „unser“ Museum so erfolgreich und unermüdlich eingesetzt hat.
Wolfgang Jähnichen und Achim Pohlman
Mitglieder des Vorstandes der Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V.






Wolfgang Klepp

Wolfgang Klepp, er hat den letzten Zug genommen

*15. Juli 1922 ✝14. Januar 2018

Wir haben mit Wolfgang Klepp nicht nur einen liebenswerten Menschen und ein Ehrenmitglied verloren, sondern gleichzeitig auch unser „dienst-ältestes“ Einzelmitglied.

Im November 1976 trat er dem damaligen Verkehrsmuseum Berlin e.V. bei und machte fortan alle Höhen und Tiefen mit. Er gehörte zu diesem Zeitpunkt zu einer kleinen Gruppe Eisenbahninteressierter und sorgte engagiert dafür, dass die Zahl der Mitglieder damals schon kräftig anstieg. Er brachte sich in die Vereinsarbeit und in der Geschäftsstelle so gut ein, dass wir noch heute von seinen Ideen und Arbeiten profitieren. Als 1982 das Museum für Verkehr und Technik gegründet wurde, unterstützte Wolfgang Klepp den Verein tatkräftig bei allen anfallenden Arbeiten und organisierte die diversen Umzüge. Noch heute erinnern sich die älteren Vereinsmitglieder gut daran, wie man gemeinsam dem Eintreffen der vereinseigenen Dampflok 01 173 am 17.11.1979 entgegen fieberte, um dann in der folgenden Nacht, dafür zu sorgen, dass allzu Neu-„Gierige“ abgewehrt wurden. Auch bei anderen Nachtwachen, wie z.B. 1988 anlässlich der Ausstellung in Zehlendorf zu „150 Jahre Eisenbahnen in Preußen“ war Wolfgang Klepp manche Nacht mit dabei um die Exponate zu bewachen.

Das Leben hat es mit Wolfgang Klepp nicht unbedingt gut gemeint. Geboren am 15. Juli 1922 hatte er dank seines Vaters bereits als Kind viele Stunden im damaligen Verkehrs- und Baumuseum verbracht. Dort wurden schon die Wurzeln gelegt für ein Interessengebiet welches bis zu seinem Tode anhielt. Seine Jugend verbrachte er beim Militär, später schlug er sich mit verschiedenen Tätigkeiten in unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen durch, bis er als Brauereiangestellter schließlich in den wohlverdienten Ruhestand gehen konnte. Der Eisenbahn, dem Deutschen Technikmuseum und dem Verein blieb er immer treu.

Leider hatte er zunehmende Probleme mit dem Augenlicht, aber seine Energie reichte immer aus, um an seinem Hobby Eisenbahn, sowie der Entwicklung des Deutschen Technikmuseums und seines Fördervereins teilzunehmen und um kritische Fragen zu stellen. Mit seinem ausgeprägten Interesse an Berlin- und der Zeitgeschichte sowie seinem Wissen beeindruckte er alle. Mit seiner Bescheidenheit war er bis in das hohe Alter bei fast allen Veranstaltungen zu treffen.

Nach kurzer und schwerer Krankheit ist Wolfgang Klepp im Alter von 95 Jahren, am 14. Januar 2018, friedlich eingeschlafen. Wir werden ihn sehr vermissen und ihn dankbar in Erinnerung behalten.

Dieter Brüggemann
Mitglied des Vorstandes der Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V.






Geschäftstelle Original

Sprechzeiten des Vorstands im Januar

Im neuen Jahr ist die Geschäftsstelle wieder ab 11. Januar 2018 besetzt.






01173 Heizerseite
Dampfschnellzuglok 01 173

01 173 Inside – Ein Vortrag zur Auseinandersetzung mit lebendiger Technikgeschichte

Am 12.01.2018 im Vortragssaal: Die Reaktivierung einer Schnellzugdampflok ist ein Projekt das einige Dimensionen sprengt. Besonders vor dem Hintergrund, das nicht nur die Anforderungen und Rechtsnormen des modernen Eisenbahnbetriebes, sondern auch die Grundsätze einer vertretbaren Restaurierungsethik zu berücksichtigen sind.
Hier stehen sich EU-Verordnungen und das Primat der Konservierung frontal gegenüber. Ein Spannungsfeld das im Normalfall umgangen wird.
Das Projektteam 01 173 unternimmt den Versuch dieses Spannungsfeld aufzulösen und erstmalig eine Lokomotive unter Einbeziehung musealer Standards betriebsfähig zu restaurieren.
In der Vergangenheit wurden zu dieser Thematik ein umfangreiches Gutachten und eine umfassende Projektstudie in Auftrag gegeben.
Im Rahmen eines besonderen Vortrages möchten wir Ihnen einen bemerkenswerten Einblick in die Arbeit der beteiligten Projektträger geben und die Dimensionen des Vorhabens umreißen.
Der Vortrag wird am 12.01.2018 um 16:00 Uhr im Vortragssaal des Deutschen Technikmusuems stattfinden. Wir haben Michael Bergmann (FDTM/HDS) und Patrick Schönenberg (HDS) zu Gast.

Zur Teilnahme wird die Anmeldung über unsere Website erbeten! – Nichtmitglieder sind willkommen!






Hillmer Brandt
Hillmer Brandt

Wir trauern um Hillmer Brandt

Am 30. November 2017 verstarb unser Ehrenmitglied Hillmer Brandt im Alter von 82 Jahren in Potsdam. Der gelernte Bankkaufmann Hillmer Brandt kam im Alter von 24 Jahren aus seiner ost-westfälischen Heimat nach Berlin (West), zu einer Zeit, als viele Berliner infolge des Chrustschow-Ultimatums Ihren Wohnsitz nach Westdeutschland verlegten. Dieses Ultimatum forderte unsere westlichen Schutzmächte auf, innerhalb Jahresfrist Berlin zu verlassen. Nach einem dann abzuschließenden separaten Friedensvertrag zwischen der Sowjetunion und derem deutschen Satellitenregime sollte dieses die Kontrolle der Verbindungswege zwischen Berlin und der Bundesrepublik Deutschland erhalten.
Hillmer Brandt fand eine Anstellung bei der Bank für Gemeinwirtschaft, für die er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1995 tätig war. Neben seinem beruflichen Engagement war er von 1963 anfangs Mitglied der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Schöneberg und dann bis 1979 des Abgeordnetenhauses von Berlin, wo er sich als Mitglied dessen Verkehrsausschusses besonders um die Gründung des Museums für Verkehr und Technik, dem Vorläufer des Deutschen Technikmuseums Berlin, verdient gemacht hat. Aus seiner Feder stammte der von allen Fraktionen dieses Hauses unterstützte Antrag zur Errichtung dieses Museums. Mit der Projektleitung wurde damals die 1960 gegründete „Gesellschaft für die Wiedererrichtung eines Verkehrsmuseums in Berlin e:V.“ betraut, aus der die „Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlins e.V.“ hervorgingen, denen er sich nach der Museumsgründung im Jahre 1982 anschloss. .
Als Mitglied deren erweiterten Vorstandes hat er den Aufbau unseres Museums seit der Gründung bis zu seiner heutigen Größe fördernd begleitet und damit dazu beigetragen, dass die deutsche Hauptstadt wieder zu einem Treffpunkt technikinteressierter Menschen aus dem In- und Ausland geworden ist. Für diese Verdienste wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft in unserem gemeinnützigen Verein verliehen.
Privat galt Hillmer Brandts große Liebe Finnland, der Heimat seiner Frau Eva. Sie haben eine in Australien lebende Tochter und 2 Söhne. Er war langjähriges Mitglied der Europäischen Akademie Berlin.
Hillmer Brandt hat sich um das Deutsche Technikmuseum Berlin und die Freunde und Förderer dieses Museums verdient gemacht. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Wolfgang Jähnichen
Vorsitzender der Freunde und Förderer des Deutschen Technikmuseums Berlin e.V.