Projekt GASAG T3 (Werklok 1)




T3 Heizerseite
Die GASAG – auf dem Museumsgelände der Monumentenhalle

Die ehemalige Werklok Nr. 1 der Berliner GASAG gibt langsam ihre Geschichte preis. Da der Verbleib des Betriebsbuches unbekannt ist, werden wir bei der Feststellung des Zustandes der Lok sicherlich einiges aus der Geschichte dieses Sachzeugen feststellen.

Dies war, wie wir feststellen konnten, nicht nur mit einigem Aufwand verbunden, sondern auch mit schmutziger Arbeit, aber die wunderbare Möglichkeit, sich direkt mit einer (kleinen) Dampflok und deren Technik zu beschäftigen und die Funktion kennen zu lernen war gegeben.

Dies ist, immer noch, für einige von unserem T3-Team eine einmalige Gelegenheit Kenntnisse der Dampflok-Technik an einer Originallok zu erwerben.



T3 Team
Einige unseres T3-Teams vom Arbeitskreis Eisenbahn

Im Lokschuppen 1 unseres Museums steht die preußische Tenderlok T3 von 1901. Diese damalige Privatbahnlok war bei dem „Gaswerk Berlin-Mariendorf“ bis ca. 1966 im Verschiebedienst von schweren Kohlezügen eingesetzt. Die T3 passt konstruktiv in die Baureihe 89.70, wurde jedoch als Privatbahnlokomotive nicht in das DRG-Nummern-Schema eingegliedert.

Unsere T3 wurde vom Lokomotivhersteller „Berliner-Maschinenbau-Actien-Gesellschaft“
(vormals Louis Schwartzkopff Berlin – vermutlich im Werk Wildau) mit der Fabriknummer (Kesselnummer) 3019 nach dem Musterblatt (Normalie) der Preußischen Staatseisenbahnen
M III-4 e [3. Auflage] gebaut. Die Bauart C n2t ist eine dreifach gekuppelte Naßdampf-Tenderlok mit 2 Zylindern, die auf die mittlere Kupplungsachse (Treibachse) wirken. Die drei angetriebenen Achsen haben demnach die Achsfolge C. Eine weitere Klassifizierung neben der Baureihe ist die Gattung Gt 33.11 mit dem Einsatzzweck und Achslast (Güterzug-Tenderlok mit 3 angetriebenen von 3 Radsätzen insgesamt, und der Achslast 11 t). Von diesen Lokomotivarten wurden in verschiedenen Fabriken über 1500 Stück hergestellt.



T3 Lokführerseite
Freundlicherweise von Klaus Wedde zur Verfügung gestellt.

Bei unseren umfangreichen Recherchen sind wir auf dieses Foto gestoßen. Das Aufnahmedatum soll in den 50er Jahren liegen. Der Autor ist zur Zeit nicht bekannt. Wer uns weiterhelfen kann bei der Lösung, möge sich bitte bei uns melden.

Wir möchten gerne diese preußische T3 in den Zustand versetzt wissen, der dem damaligen Auslieferungszustand vom Gaswerk Mariendorf darstellt. Hierzu ist eine Beschreibung des Projektvorhabens erstellt worden, die u. a. Zielsetzungen, Erfolgskriterien, Planvorgaben und die erforderliche Budget-Zusammenstellung zur Restaurierung der T3 enthält. Der Beschreibung kann auch entnommen werden, dass sich der AK-Eisenbahn über jeden Sponsor freut, der die T3-Restaurierung unterstützt.