Das Objekt des Monats




Das Deutsche Technikmuseum zeigt im Foyer jeden Monat neu ein ausgewähltes Exponat.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten des DTM.

In diesem Monat können Sie das folgende Exponat sehen:


Lerncomputer LC-80 und Arduino Uno, 1984/85 und 2013
© SDTB / Foto: C. Kirchner

Lerncomputer LC-80 und Arduino Uno, 1984/85 und 2013

„Hallo User of LC-80“, so begrüßt der vom VEB Kombinat Mikroelektronik Erfurt entwickelte Lerncomputer LC-80 die Nutzerinnen und Nutzer auf seiner LED-Anzeige. Der Einplatinen-Computer kam zunächst vor allem in Schulen zur Anwendung, war in der DDR ab 1985 aber auch für Privatpersonen frei zu erwerben.

Der LC-80 sollte eine praxisnahe Nutzung der Mikroprozessortechnik ermöglichen und ein grundlegendes Verständnis dieser Technologie vermitteln. Als Lerncomputer konzipiert, richtete er sich vor allem an Ober- und Berufsschüler sowie Studierende der Fachrichtungen Elektrotechnik und Elektronik. In der Version mit schicker Kunstledermappe war der LC-80 aber durchaus auch für Hobbynutzer attraktiv und motivierte zum Kennenlernen der einzelnen Bausteine und der Programmierung.

Die Eingabe von Programmen erfolgt in Maschinensprache, die von den Nutzerinnen und Nutzern zuerst erlernt werden muss. Eine Vielzahl von Ein- und Ausgängen ermöglicht zudem das Steuern und Regeln technischer Geräte. So lässt sich der LC-80 als Zeitschaltuhr, zur Temperaturanzeige oder für einfache logische Denkspiele nutzen.

Die Idee, mit einfachen und robusten Computern Interesse am Programmieren zu wecken und für Informatik zu begeistern, hat bis heute Bestand. Seine moderne Entsprechung findet der LC-80 im Arduino. Die günstige Mikrocontroller-Platine bietet vielfältige Möglichkeiten, mit Hardware zu experimentieren und selbstgeschriebene Programme zu testen. Diese Vielseitigkeit hat dem Arduino vor allem in der sogenannten Maker-Szene zu großer Beliebtheit verholfen.